Nachrichten
Susanne Klatten

Die Liebesfalle

In einem Wellness-Hotel begann ihre verhängnisvolle Affäre

Susanne Klatten
Susanne Klatten

München - In der idyllischen Berglandschaft südlich von Innsbruck begann die Erpressungs-Affäre um Susanne Klatten (46). In einem Tiroler Nobelhotel traf die reichste Frau Deutschlands den windigen Gigolo Helg Sgarbi (43). Und die verheiratete Mutter dreier Kinder war nicht das erste Opfer, mit dem der charmante Schweizer dort zwischen Algenpackung und Massage anbändelte ...

August 2007: Im Wellness-Hotel "Lanserhof" entspannt sich Deutschlands reichste Frau Susanne Klatten. An der Bar der Vier-Sterne-Herberge für gestresste Führungskräfte (Einzelzimmer ab 240 Euro) lernt sie Helg Sgarbi kennen. Da hatte sich der Schweizer im Internet schon über die Milliardärin informiert. "Er war charmant, aufmerksam und wirkte sehr traurig", gab die BMW- und Altana-Großaktionärin zu Protokoll. Das habe sie gerührt.

Dass die Bar-Bekanntschaft nicht der Mann aus der feinen Gesellschaft war, als den er sich ausgab, stellte die Milliardärin erst viel zu spät fest. Als er Klatten mit pikanten Aufnahmen ihrer Schäferstündchen im Münchner "Holiday Inn" erpresst, 14 Millionen Euro fordert.

Blond, blauäugig, smart: Mit dieser Masche wickelte der Ex-Banker der Credit Suisse jahrelang gut betuchte Damen um den Finger. Die Comtesse Verena Du P. (†83) und mindestens drei weitere deutsche Frauen erliegen seinem Charme: Marie Luise H., Elfriede R. aus Dachau und Unternehmerin Monika S.. 2002 schon erpresste Sgarbi eine Deutsche mit Sex-Videos, drohte der Ärztegattin in einem Brief: "Meine Augen sind auf dich gerichtet. Du bist dabei, dein schönes Gesicht für immer zu verlieren." Damals kam Sgarbi noch mit 6 Monaten Bewährungsstrafe davon. Bis er nun an die Falsche geriet...

Berliner Kurier, 05.11.2008